Über die Gürtellinie

Was haben Madonna und Jennifer Lopez gemein? Abgesehen von der Tatsache, dass die beiden Damen überaus erfolgreich in der Musikbranche sind, vereint die beiden Superstars ihre Liebe zu Miss Sixty Jeans. Seit seiner Gründung 1991, hat das italienische Modelabel Miss Sixty für viel Furore, nicht nur in der Modebranche, gesorgt. Dies liegt nicht zuletzt an dem schon fast skandalös tiefen Hüftschnitt und den ausgefallenen Designs.

Die wilden sechziger leben in Miss Sixty Jeans weiter.

Wegen ihres tiefen Schnitts sind Miss Sixty Jeans besonders bei Teenagern und jungen Frauen beliebt. Der ununterbrochene Trend zu tief geschnittenen Jeans hat allerdings einige Nebenwirkungen mit sich gebracht. Nicht nur Trägerinnen von Miss Sixty Jeans müssen sich darüber Gedanken machen, wie sie sich hinsetzt. Alle die Hüfthosen tragen sind von dieser Problematik betroffen. So leben die wilden sechziger und der mit ihnen einhergehende Drang zur Zurschaustellung des Körpers auch heute in der Jeansmode weiter. Die Zurschaustellung des Körpers ist allerdings eine größtenteils unfreiwillige Begebenheit, die sich in der Entblößung des Schlüpfers oder des Allerwertesten widerspiegelt. Die sehr tiefsitzenden Miss Sixty Style Hosen führen dazu, dass allerorten Unterwäsche dem Passanten präsentiert wird und der geneigte Passant feststellen muss, dass Tangas sehr beliebt und die nächste Blasenentzündung nicht mehr weit zu sein scheint. Diese Art der Hosen hat auch zu einem äußerst amüsanten Hose-hochzieh-routine bei ihren Trägerinnen geführt. Man kann es überall beobachten. Nicht nur beim Aufstehen oder hinsetzen, sondern auch ohne Anlass, in unregelmäßigen Abständen, wird an der Hose gezupft, damit sie doch nicht zu tief hängt. So lange dieser Trend noch anhält und davon ist auszugehen, werden wir wohl noch so manchen unbeabsichtigt entblößten Hintern ertragen müssen, ob es uns nun gefällt oder nicht.